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Datum: 25.10.2018

Adobe - Produkte an der Uni Bonn ohne Zukunft? Updates auf Adobe CC-2019er (Miet!)-Produkte verlangen statt einer "Seriennummer" nun eine Adobe-ID. Sie schalten mit dem Update in einen "8-Tage-Test-Modus". Zusätzlich läuft unser ETLA-Desktop-(Miet-)Vertrag nur bis zum 8.2.2019 - eine sinnvolle Nachfolgelösung ist derzeit nicht Sicht!

Adobe-CC-Produkte an der Universität zu nutzen wird immer schwieriger. Das Vorgehen von Adobe macht die Nutzung der Software an der Universität nahezu unmöglich. Die Unterstützung von Desktop-Lizenzierungen wird eingestellt und ab Feb. 2019 enden die Mietverträge. Dann muss die Adobe-CC-Software deinstalliert werden, wenn es bis dahin kein anderes, geeignetes Lizenzmodell gibt. Alternativen finden Sie angegebenen Link unten im Artikel.

[ die folgenden Informationen gelten nicht für Adobe-Acrobat KAUF-Lizenzen aus dem CLP-Vertrag, aber für ALLE anderen Adobe-CC-Produkte aus unserem ETLA-Desktop-Vertrag!]

Nun ist schon frühzeitig wahr geworden, was Adobe uns vor Kurzem angekündigt hat: Adobe geht hin und verändert VORZEITIG (d.h. ab sofort) die Lizenzierung von "Desktop" (= Seriennummer) auf "named user" für alle Produkte der "CC 2019"-Serie. Hierbei müssen die Vor- und Nachnamen und Mailadressen der jeweiligen Nutzer ("live und gemanaged") an Adobe (USA) übermittelt werden. Beim Start der Produkte erfolgt eine Überprüfung der Lizenz nach der angegebenen Adobe-ID (personenbezogener Account, dem die Lizenz zugeordnet wird).

Wegen dieser Änderungen wurde über die Bundes-ZKI-Verteiler die dringende Warnung ausgesprochen, dass bitte NIEMAND auf die Adobe CC 2019 (Miet-)Produkte updaten solle, sonst läuft die Software nur noch im Testmodus von 8 Tagen (ohne Adobe-Registrierung). Der Einsatz der bisherigen Versionen ist aufgrund der Laufzeit des ETLA-Desktop-Vertrags ("Softwaremiete"!) ohnehin nur noch bis zum 8.2.2019 möglich.

Adobe bietet uns für den am 8.2.2019 ablaufenden ETLA-Desktop bisher kaum eine/keine sinnvolle Alternative. Eine Verlängerung dieses Vertrags bis November 2019 ist zwar in Aussicht gestellt (mit ERHEBLICHEM Aufwand bei Verteilung und Inkasso), aber da die neuen Produkte dann trotzdem nicht ohne registrierte Adobe-IDs laufen, scheint uns eine Verlängerung nur bedingt sinnvoll. :-( Konkrete Informationen sind von Seiten Adobes dazu nicht bzw. nur kaum zu  bekommen. :-(((

"Man" hofft zwar immer noch darauf, dass Adobe einschwenkt, aber aufgrund bisheriger Aussagen über die Strategie von Adobe erwarten wir zurzeit keine echte Lösung des Problems. Eine zentrale Registrierung und Verwaltung von Adobe-Produkten auf den Adobe-Servern (so ist es skizziert: aktive Provisionierung der Adobe-Server durch den Bestellprozess in der Universität) ist für uns aus technischen und organistorischen Gründen nur mit erheblichem (!) Aufwand und aus personellen Gründen bis auf Weiteres gar nicht möglich!

Das Fazit: Wir müssen Ihnen empfehlen, auf den Einsatz der Adobe-Produkte (CC 2019 auch jetzt schon, die anderen CC-Produkte ab 8.2.2019) zu verzichten. Alternativ bleibt Ihren Arbeitsgruppen nur (komplett ohne Rahmenvertrag/Rabatte oder ohne zentrale Unterstützung) direkt bei Adobe die Produkte aus der "Creative Cloud" zu mieten.

Die in diesem Zusammenhang oft zitierten "VIP-Verträge" sind nicht nur für Universitäten unpraktisch, sondern in den Vertragsbedingunen finden sich viele Formulierungen, bei denen sich die Verantwortlichen gut überlegen sollten, ob man diese wirklich akzeptieren kann und darf! Die Verantwortung und Haftung dafür liegt beim Unterzeichner des Vertrags.

Ob die Registrierung mit einer Adobe-ID überhaupt datenschutzrechtlich und juristisch korrekt möglich ist, ist mindestens fraglich! Eine "Einwilligung" zur Datenweitergabe durch den Nutzer ist keinesfalls als "freiwillig" zu betrachten und damit nichtig, wenn sich eine Arbeitsgruppe oder ein Vorgesetzer zum Einsatz der Software bei allen Mitarbeitern des Teams entscheidet. Die Übertragung einer Lizenz, die von der Universität bezahlt wird, auf eine PERSÖNLICHE (private?) Id des Nutzers ist grundsätzlich in Frage zu stellen. Gewünscht ist diese Art der Lizenzierung keinesfalls.Aber andere Lösungen erkennen wir derzeit nicht.

Diese Bemerkungen vorausgeschickt, hilft Ihnen bei Ihrer Entscheidung vielleicht die vom LRZ freundlicherweise zusammengestellte Information unter

https://www.lrz.de/services/swbezug/lizenzen/adobe/adobe-alternativen/

Wir halten Sie bezüglich der aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

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