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Datum: 21.01.2019

Neuer Dienst im HRZ: HiCap-Speicherdienst Mit dem neuen Speicherdienst können Institute größere Mengen Speicherplatz gegen eine Kostenbeteiligung bekommen. Auch Studierende können den Dienst in begründeten Fällen im Rahmen ihrer Abschlussarbeit nutzen.

 

Immer wieder werden wir gefragt, ob es nicht möglich sei, ein größeres Kontingent Speicher zur Ablage von Daten zur Verfügung zu stellen. Die bisherigen Speicherdienste „FSI“ sowie „sciebo“ sind, aufgrund spezieller Datenschutzanforderungen oder physikalischer Speicherplatzbegrenzung leider nicht immer in der Lage, diese Ansprüche zu erfüllen.

Der HiCap-Speicherdienst soll, bis zur Einführung eines neuen Forschungsdaten-Speichersystems, diese Lücke füllen. In der ersten Ausbaustufe verfügen wir über insgesamt 120 TB, die wir in 10 TB-Paketen bis zu 40 TB (20 TB für studentische Abschlussarbeiten) anbieten. Dabei fallen die Preise recht moderat aus: Für 10 TB berechnen wir 150€ Kostenbeteiligung pro Jahr, Studierende bekommen den Speicher für Abschlussarbeiten unter bestimmten Bedingungen zeitlich begrenzt kostenlos.

Beim Zugriff sind wir flexibel. Der HiCap-Speicher ist per NFS, SMB/CIFS oder direkt per Webinterface verfügbar.

Bezüglich der Verfügbarkeit müssen wir allerdings einige Abstriche machen. Den Dienst können wir nur mit niedriger Priorität administrieren, weshalb wir keine hundertprozentige Verfügbarkeit garantieren können. Mittwochs benötigen wir beispielsweise ein Wartungsfenster, in dem wir das Speichersystem bei Updates neu starten können, weshalb es dann manchmal für einige Minuten nicht zur Verfügung steht. Störungen (die hoffentlich nicht auftreten werden) können wir ebenfalls nur mit geringer Priorität beheben, so dass Problemlösungen auch mal längere Zeit in Anspruch nehmen können.

Nichtsdestotrotz handelt es sich beim HiCap System natürlich nicht um billige Hardware. Wir betreiben den Speicher als hoch verfügbares RAID6-Array mit einer Redundanz von 2 Platten, sodass de facto 3 Festplatten ausfallen müssen, bevor die Daten in Gefahr sind. Ein Szenario, das in hohem Maße unwahrscheinlich ist, zumal wir aus Gründen der Zuverlässigkeit Industriefestplatten einer bewährten Generation verwenden. Dennoch ist für die nahe Zukunft eine optionale Sicherung per TSM auf Bänder vorgesehen, diese muss jedoch bis zum Umzug unseres Bandroboters in unseren Sekundärmaschinensaal warten.

Deshalb sehen wir den Anwendungsbereich für HiCap eher im mittelfristigen Speichern von Daten, die nicht hochverfügbar, jedoch zuverlässig abgelegt werden sollen.

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