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Betriebsregelung für das Datennetz BONNET der Universität Bonn

1. Einordnung

Das Datennetz BONNET ist eine zentrale, nachrichtentechnische Infrastruktureinrichtung der Universität Bonn. Es dient der allgemeinen Datenkommunikation und ist anderen Infrastrukturmaßnahmen, wie z.B. Elektrizitätsversorgung, Wasserversorgung oder Telefonnetz gleichgestellt. Es wird vom Hochschulrechenzentrum der Universität Bonn (HRZ) betrieben.

2. Begriffsbestimmungen und Anschluss von Subnetzen 

  1. BONNET erlaubt bei Einsatz geeigneter Kopplungseinrichtungen (z.B. Multiprotokollrouter) eine Strukturierung des Gesamtnetzes. Auf Multiprokollrouter kann nur verzichtet werden, wenn der für die Ankopplung Verantwortliche nachweist, dass der Netzbetrieb nicht gestört wird, dass keine nennenswerte Mehrbelastung entsteht, und daß keine Hard- und Software eingesetzt wird, die geeignet wäre, den Informationsfluß im Datennetz BONNET zu beobachten, mitzulesen oder zu beeinflussen.

     

  2. Das Datennetz BONNET im engeren Sinne umfaßt alle Übertragungseinrichtungen (Kabel, Vermittler, usw.) einschließlich der Übergabepunkte für Subnetze. Ausgenommen davon sind mitbenutzte Übertragungseinrichtungen in der Zuständigkeit anderer Stellen (z.B. das Telefonnetz). Subnetze können bei Bedarf vom HRZ oder in der Eigenverantwortung der Nutzer betrieben werden (s. auch 4a).

    BONNET beruht zur Zeit auf dem Standard IEEE 802.3 (Ethernet). Es hat Verbindungen zum internationalen Internet, zum nationalen Wissenschaftsnetz X-WIN und zu anderen öffentlichen Netzen.

     

  3. Alle Übergabepunkte dürfen nur vom HRZ oder in seinem Auftrag eingerichtet oder verändert werden.

     

  4. Die Anbindung von lokalen Subnetzen an die vom HRZ betriebenen Netze darf nur über Router erfolgen, die vom HRZ für diesen Zweck zugelassen sind. Z.Z. beschränkt sich die Zulassung ausschließlich auf Router der Firma CISCO.

     

  5. Wird der Netzbetrieb über einen Übergabepunkt gefährdet, unzumutbar behindert oder gestört, kann das HRZ geeignete Auflagen machen oder die Anschlußstrecken stillegen.

     

  6. Die Protokollvielfalt ist auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen, damit die Kommunikation technisch erleichtert und die Komplexität so gering wie möglich gehalten wird.

     

  7. IPX/Novell wird vom DFN-Verein als ein rein lokales Protokoll angesehen. Das Routen dieses Protokolls über den B-WiN-Anschluß hinaus ist weder direkt noch indirekt über ein IP-Tunneling erlaubt.

     

  8. Die für die Nutzung angebundener Netze (z.B. das Breitband-Wissenschaftsnetz B-WiN) bestehenden Regeln (z.B. die Benutzungsordnung des DFN-Vereins) müssen befolgt werden. Bei der Mißachtung dieser Regeln kann das HRZ geeignete Auflagen machen, oder die Anschlußstrecken von der Nutzung dieser Netze ausschließen.

 

3. Verpflichtungen des HRZ

  1. Das HRZ ist in seinem Zuständigkeitsbereich verpflichtet, einen möglichst sicheren und ununterbrochenen Netzbetrieb zu gewährleisten. Geplante Betriebsunterbrechungen werden angekündigt.

     

  2. Die verfügbaren und einsetzbaren Netzdienste und Protokolle werden vom HRZ bekannt gemacht. Zusätzliche andersartige Protokolle werden nur in Ausnahmefällen für einen eingrenzbaren Einsatz zugelassen. Anfallende Kosten gehen dabei zu Lasten der Einrichtung, die die Ausnahme beantragt. Sie hat dafür zu sorgen, daß der übrige Netzbetrieb nicht gestört wird.

     

  3. Das HRZ übernimmt keine Verantwortung für Beeinträchtigungen, die über das Datennetz an die angeschlossenen Subnetze herangetragen werden.

     

  4. Das HRZ vergibt die Netzwerkadressen, ist für das Netzwerk management zuständig, berät in Fragen der Nutzung des Datennetzes und gibt Hilfestellung bei der Konfiguration entsprechender Netzhard- und Netzsoftware.

    Werden Subnetze unter Eigenverantwortung der Nutzer betrieben (s. Punkte 1b und 4a), so erfolgt die Vergabe von Subnetzadressen oder Adreßbereichen vom Rechenzentrum. Die weitere Adreßvergabe erfolgt dann durch den für das Subnetz Verantwortlichen.

     

  5. Das HRZ hat dafür Sorge zu tragen, daß nur seine besonders eingewiesenen Mitarbeiter oder die durch Vertrag beauftragten Dritten bei der Fehlererkennung, Fehlerverfolgung und Netzverwaltung eingesetzt werden.

 

4. Verpflichtungen der Benutzer 

  1. Für jedes an das Datennetz BONNET angeschlossene und in Eigenverantwortung betriebene Subnetz ist dem HRZ ein technisch Verantwortlicher zu benennen. Zum Betrieb eines Subnetzes gehört die Erstellung einer Dokumentation mit den für Netzwerkmanagement und Fehlerverfolgung erforderlichen Informationen; hierzu gehören Hardware- und Netzwerkadressen, Angaben über Netzhardware und Netzsoftware sowie Standort und Ansprechpartner für jede angeschlossene Netzkomponente. Diese Dokumentation ist dem HRZ auf Verlangen und im Fehlerfall zur Verfügung zu stellen. Sofern die im Subnetz eingesetzte Hard- und Software es zuläßt, muß dem HRZ erlaubt werden, zum Netzmanagement notwendige Daten wie z.B. Netzkonfigurationen auslesen zu dürfen.

    Desweiteren gehört zum Betrieb eines Subnetzes eine Absprache mit dem HRZ über Geräte und den darauf angebotenen Diensten, soweit eine universitätsweite Koordinierung erforderlich ist wie z.B. beim "domain-name-service".

     

  2. Der Benutzer hat bei der Datenübertragung die Datenschutz- gesetze zu beachten und Mißbrauch zu verhindern oder den gegebenen Möglichkeiten entsprechend zu erschweren. Mithören, ausspionieren, aufzeichnen sowie verändern fremder Daten aus dem Datennetz sowie das Stören der Kommunikation sind untersagt. Maßnahmen der Fehlerverfolgung durch das HRZ bzw. durch Vertrag beauftragter Dritter gehören nicht dazu.

    Der Austausch bzw. die Änderung von Netzwerkkomponenten innerhalb eines Subnetzes muß mit dem für das Subnetz Verantwortlichen abgesprochen und von diesem dokumentiert werden. Der Austausch oder die Änderung von Netzwerkkomponenten, die das Routing betreffen, darf nur in Absprache mit dem HRZ erfolgen.

     

  3. DV-Geräte, die an das BONNET angebunden sind und zugleich über einen Anschluß an das interne Telefonnetz der Universität oder an das externe öffentliche Telefonnetz besitzen, dürfen nur als Router oder Gateway in das BONNET eingesetzt werden, wenn sie vom HRZ betrieben werden.

     

  4. Bei den an das Datennetz angeschlossenen Subnetzen obliegt der Schutz vor unberechtigtem Zugang und unberechtigtem Zugriff auf gespeicherte Daten dem jeweiligen Subnetz-Betreiber. Der Benutzer darf aus dem Datennetz nur diejenigen Daten auf sein Subnetz und die daran angeschlossenen Komponenten leiten, die für ihn bestimmt sind. Der Einsatz von Hard- und Software, die einen Mißbrauch ermöglichen, ist unzulässig.

     

  5. Der Benutzer ist verpflichtet, dem HRZ Unregelmäßigkeiten, Störungen oder Mißbrauchsversuche anzuzeigen.

     

  6. Der Datenverkehr eines Benutzers darf den anderer Benutzer nicht unangemessen beeinträchtigen. Der Einsatz besonders netzbelastender Übertragungen ist mit dem HRZ abzustimmen.

     

  7. Das Datennetz BONNET darf nicht zur Überwachung oder Leistungskontrolle von Mitarbeitern verwendet werden.

     

  8. Ein Verstoß gegen diese Betriebsregelung gilt unbeschadet weitergehender Gesetze (z.B. in Analogie zum Fernmeldegesetz) auch als Mißbrauch im Sinne der Benutzungsregelung des HRZ.

 

5. Technische Detailregelungen

Aus Gründen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit müssen URLs aus dem Bereich "*.uni-bonn.de" auf Server geschaltet werden, die innerhalb des BONNET (IP-Adressbereich: 131.220.*.*) von zentralen oder dezentralen IT-Einrichtungen der Universität Bonn betrieben werden.

Ausnahmen (z.B. in gemeinsamen Forschungsprojekten mit anderen Hochschulen) sind nach Absprache mit dem IT-Sicherheitsbeauftragten und dem Datenschutzbeauftragten möglich.

 

Stand 01/2013

 


 

 

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