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TSM - Info zur Nutzung

Nutzung des Backupsystems Tivoli Storage Manager (TSM)

 

Begriffe
Anmeldung
Installation
Betriebliche Regelung

Begriffe und Fristen

Backup

TSM  ist ein Backup-System, das Dateibereiche sichert und dabei keinen Unterschied zwischen Dateisystemen (UNIX) oder  Laufwerken (Windows) macht. TSM ermöglicht somit gängige UNIX-Systeme, gängiges Linux, Windows,  OS2, MacIntosh zu sichern.
Ziel des inkrementellen Backups (der Teilsicherung) ist es, ein getreues Abbild des Dateibereichs im Backup-System vorzuhalten. Ein Backup durchzuführen bedeutet, dieses Abbild zu aktualisieren. Eine Datei-Kopie, die zum aktuellen Abbild gehört, heißt aktive Backup-Kopie.

Diese Kopien können wiederhergestellt werden, falls die Originale beschädigt werden oder verloren gehen. Abhängig von den Gründen, aus denen eine Kopie einer Datei gesichert wird, kann die Datei gesichert oder archiviert werden.

Soll die Kopie einer häufig verwendeten Datei gesichert werden, ist die Funktion Sichern zu verwenden. Falls die Datei beschädigt wird oder verloren geht, kann die aktuellste Sicherungsversion vom Tivoli-Server zurückgeschrieben werden.

Eine Datei-Kopie, die nicht mehr zum aktuellen Abbild gehört, z.B. weil sie mittlerweile durch eine aktuellere Kopie ersetzt wurde, oder weil die Originaldatei nicht mehr existiert, heißt inaktive Backup-Kopie.

Es werden 2 Versionen einer Datei gehalten (1 aktive, 1 inaktive). Gelöschte Dateien (inaktive Kopie) werden nach 60 Tagen gelöscht.

Aktive Backup-Kopien verfallen nie. Die Überführung von Backup-Kopien vom Zustand aktiv in den Zustand inaktiv, und damit der Verfall überflüssiger Backup-Kopien, kann nur durch die Durchführung eines Backups angestoßen werden, da nur auf diesem Wege festgestellt und dem TSM-Server mitgeteilt werden kann, dass die Originaldatei nicht mehr existiert.

Beim Restore kann das Ziel ausgewählt werden.

Archiv

Wenn die Bearbeitung einer Datei oder eines Projekts beendet ist und eine Kopie der Datei in einem Langzeitspeicher gesichert werden soll, ist die Funktion Archivieren zu verwenden. Das Original kann dann aus der Datenstation gelöscht und die Archivierungskopie zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden.

Archiv-Kopien werden über eine genau festgelegte Dauer aufbewahrt und dann automatisch und ohne Vorwarnung gelöscht. Gibt es von einer Datei mehrere Archiv-Kopien, so gilt diese Frist für jede dieser Kopien, denn im Gegensatz zum Backup bedeutet die Erstellung einer neuen Archivkopie einer Datei nicht, dass ältere Archivkopien dieser Datei verfallen.

Wird vom HRZ nicht angeboten.

Anmeldung

Der Vertrag zwischen der Universität Bonn und der Firma Tivoli beinhaltet die Lizenz für einen Client sowie für  200 GB auf dem Server für die gesicherten Daten. Bei größerem Platzbedarf muss für jeweils weitere 200 GB bezahlt werden. Werden mehrere Clients von einem Institut eingesetzt, so wird der Gesamtplatzbedarf des Instituts berechnet. Die Kosten fallen dann jeweils nur einmal pro Client an.

Nach dem Kauf der Lizenz kann die entsprechende Client-Software vom FTP-Server der IBM heruntergeladen und auf dem registrierten Knoten installiert werden. Im angegebenen Verzeichnis des IBM-Servers befinden sich die jeweils aktuellen Versionen der unterstützten Betriebssysteme. Ausführliche Dokumentationen finden Sie hier.

Installation

Vor dem Einsatz der Software muß die Maschine beim Server angemeldet werden. Dazu sind folgende Angaben nötig:

- Institutsnummer, Ansprechpartner (Telefonnummer  + E-Mail-Adresse), Maschinenname (s.u.) und Systemtyp.

Für die Konfiguration des Clients müssen folgende Angaben gemacht werden (dsm.sys):
       TCPPort 1500
       TCPSERVeraddress     tsm1.rhrz.uni-bonn.de
        NodeName     <institut>.<maschine>
Der NodeName soll folgendermaßen vergeben werden:
Hat die Maschine z. B. den IP-Namen
  <maschine>.<institut>.uni-bonn.de      so lautet der Knoten-Name
  <institut>.<maschine
wobei der Node-Name nicht mit der IP-Adresse übereinstimmen muß.

Betriebliche Regelung

Die Datensicherung erfolgt abhängig vom Betriebssystem. Die Betriebssystem-relevanten Zugriffsrechte werden mitgespeichert. Durch das Client-Server-Protokoll beim Restore ist es nicht sinnvoll, Betriebssysteme zu sichern. Es sollten nur Benutzerdaten gesichert werden. Mit Hilfe von Include-Exclude-Listen kann man die zu sichernde Datenmenge einschränken.
Die erste Datensicherung ist ein Full-Backup. Anschließend werden nur noch die Änderungen (d.h. Dateien, die sich geändert haben) gesichert. Die Sicherung kann nur geschlossene Dateien sichern. Der Sicherungslauf kann automatisiert werden. Das HRZ baut einen zentralen Scheduler auf, der zu einem die einzelnen Sicherungen zeitlich entzerrt, zum anderen den Ablauf der Sicherung festhält.

Durch den Einsatz des TSM ergeben sich auch Verpflichtungen, die sich grundsätzlich aus dem Gebot, mit den Ressourcen verantwortlich umzugehen, ableiten. So sollte mit Hilfe der Include-Exclude-Liste in der Konfigurationsdatei dafür gesorgt werden,  dass nur die sicherungswürdigen Dateien abgeschrieben werden. Ferner sollte man Daten löschen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Im Archiv-Bereich kann dies mit dem Kommando delete archive (oder über die grafische Oberfläche) geschehen.

Backups wird man in der Regel nicht löschen wollen, es sei denn, es handelt sich um Backups eines nicht mehr existierenden Dateibereichs. Wie bereits erwähnt, kann die letzte Backupkopie einer Datei nämlich nur verfallen, wenn im Zuge eines inkrementellen Backups (Teilsicherung) festgestellt wird, dass die Datei nicht mehr existiert. Gibt es den zugehörigen Dateibereich nicht mehr, kann auch kein inkrementelles Backup dieses Dateibereichs mehr durchgeführt werden und die Backupkopien bleiben prinzipiell für immer erhalten. Dies gilt sowohl bei Auflösung, als auch bei Umbenennung eines Dateibereichs; bei Umbenennung wird unter dem neuen Namen ein neues Backup erstellt, das alte bleibt erhalten.

Zum Löschen aller Backups und Archivdateien eines Dateibereichs bedient man sich des Kommandos delete filespace oder der grafischen Oberfläche. Falls der TSM-Server diese Aktion nicht erlaubt (dies ist die Voreinstellung), sollte der TSM-Administrator um Freigabe gebeten werden

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